Vitamin C / AsckorbinsäureMit zunehmender Erforschung der Vitamine gewinnen Antioxidanzien (sogenannte Radikalfänger) immer stärker an Bedeutung. Zu diesen zählt auch Vitamin C. Der Körper kann Vitamin C nicht selbst bilden, und so muss es über obst- und gemüsereiche Mahlzeiten aufgenommen werden.
Vitamin C übernimmt im Körper vielfältige Aufgaben und
fängt freie Radikale ab und schützt somit das Gewebe vor
Schäden.
stimuliert das Immunsystem.
fördert die Kollagensynthese und sorgt damit für die nötige
Straffheit von Geweben und Gefäßen
wird für die Bildung von Carnithin benötigt, das für die Fettverbrennung wichtig ist.
ist an der Bildung von Neurotransmittern (Botenstoffen) beteiligt, die den Stoffwechsel positiv beeinflussen
spielt eine wichtige Rolle bei der Entgiftung von
Medikamenten
Nicht immer ist es möglich, den Vitamin-C-Bedarf zu decken. Auf eine ausreichende Vitamin-C-Zufuhr sollten vor allem folgende Personen achtenRaucher zur Entgiftung des Körpers
Beruflich Angespannte und Sportler zum Ausgleich des oxidativen Stress
Personen mit Reduktionsdiäten zur Deckung des Vitamin-C Bedarfs
Schwangere und Stillende, um sich und das Kind ausreichend mit Vitamin C zu versorgen
Diabetiker zum Ausgleich des erhöhten oxidativen Stress
Tumorkranke, um den Vitamin-C-Bedarf auszugleichen
Quelle: Cetebe
Vitamin C Vorkommen n der Nahrung kommt Vitamin C vor allem in Obst, Gemüse und Grüntee vor, sein Gehalt sinkt jedoch beim Kochen, Trocknen oder Einweichen sowie bei der Lagerhaltung. Zitrusfrüchte wie Orangen, Zitronen und Grapefruits enthalten – in reifem Zustand unmittelbar nach der Ernte – viel Vitamin C. Grünkohl hat den höchsten Vitamin-C-Gehalt aller Kohlarten (105–120 mg/100 g verzehrbare Substanz). In Kohlgemüse ist Ascorbinsäure in Form von Ascorbigen A und B gebunden. Wird das Gemüse gekocht, zerfallen die Moleküle in L-Ascorbinsäure und Indol, so dass es in gekochtem Zustand mehr Vitamin C enthalten kann als im rohen Zustand. Durch zu langes Kochen wird das Vitamin jedoch teilweise zerstört und auch in das (meist nicht verzehrte) Kochwasser abgegeben. Rotkraut, Weißkraut und Sauerkraut sind ebenfalls Vitamin-C-Lieferanten, was lange Zeit vor allem in der Seefahrt von Bedeutung war, da man zur Vorbeugung gegen Skorbut (siehe unten) ein haltbares, an Vitamin C reiches Nahrungsmittel benötigte, wozu sich Sauerkraut am besten eignete. Die höchsten natürlichen Vitamin-C-Konzentrationen hat man in Camu-Camu und in der Acerolakirsche gefunden.
Viele Gemüsearten enthalten eine Ascorbat-Oxidase, die insbesondere durch Zerkleinern mit dem Vitamin in Berührung kommt und dieses oxidiert. Das führt z. B. bei Rohkost, die nicht sofort verzehrt wird, zu erheblichen Vitamin-C-Verlusten.
Hier der Vitamin-C-Gehalt einiger Früchte/Gemüse je 100 g, geordnet nach absteigendem Vitamin-C-Gehalt:
* Camu-Camu 2000 mg
* Acerolakirsche 1300–1700 mg
* Hagebutte 1250 mg
* Sanddornbeere 200–800 mg
* Guave 300 mg
* Schwarze Johannisbeere 189 mg
* Grünkohl 105–150 mg
* Rosenkohl 90–150 mg
* Paprika 100 mg
* Brokkoli 90–115 mg
* Vogelbeere (Ebereschenfrucht) 98 mg
* Spinat 50–90 mg
* Kiwi 80 mg
* Erdbeere 50–80 mg
* Zitrone 53 mg
* Orange (Apfelsine) 50 mg
* Rotkohl 50 mg
* Weißkohl 45 mg
* Heidelbeere 22 mg
* Ananas 20 mg
* Sauerkraut 20 mg
* Avocado 13 mg
* Kulturapfel 12 mg
* Banane 10–12 mg
* Pfirsich 10 mg
* Birne 5 mg
Viamin C MangelerscheinungenAlbert von Szent-Györgyi Nagyrapolt, ein ungarischer Wissenschaftler, identifizierte 1933 das Vitamin C als wirksame Substanz gegen Skorbut. Volle Wirksamkeit entfaltet das Vitamin C aber nur in Gegenwart eines Flavanols, das als Vitamin C2 bezeichnet wird. Keiner der beiden Stoffe kann allein Skorbut heilen, in Kombination sind sie aber schon in geringen Mengen wirksam.
Nur wenige Wirbeltiere, darunter Primaten (wie der Mensch), einige Vögel und Meerschweinchen, sind nicht zur Biosynthese von Ascorbinsäure aus Glucuronsäure befähigt, da ihnen die L-Gluconolacton-Oxidase fehlt. Für diese Lebewesen ist Ascorbinsäure somit essentiell. Darum muss der Bedarf über die Nahrung (bzw. mit Nahrungsmitteln) gedeckt werden. Mangelerscheinungen führen langfristig zu Skorbut sowie zur Schwächung des Bindegewebes, da Ascorbinsäure zur Collagen-Synthese benötigt wird (siehe oben). Sie können bei Fehl- und Mangelernährung wie falschen Diäten und Alkoholismus beziehungsweise bei erhöhtem Bedarf (Schwangerschaft, Rauchen) auftreten.
Quelle: Wikipedia