Viele Weltklasseläufer nutzten Laufbänder im Winter, darunter die erfolgreichste deutsche Marathonläuferin Kathrin Dörre oder die vielfache frühere Weltrekordlerin Ingrid Kristiansen aus Norwegen. Ich selbst benutze ein Gerät, dass bis 16 km/h läuft. Das ist für einen Spitzenläufer nicht außerordentlich schnell. Es reicht mir aber aus, denn es läßt sich zusätzlich immerhin eine Steigung von bis zu 12 % einstellen und das ist schon einiges. Wenn ich mich also mal ordentlich auslasten möchte, stelle ich beispielsweise 16 km/h bei 6 - 8 % Steigung ein, und da komme auch ich schon gut ins Schwitzen. Für einen flotten Tempodauerlauf reicht das alle mal. Im Winter ist es ohnehin ratsam mehr a der Grundlagenausdauer als am Tempo zu feilen. Die wirklich schnellen Läufe mache ich lieber im Freiland oder verlege sie im Winter in einen Wettkampf. Doch zunächst einige grundsätzliche Gedanken zum Laufbandtraining:
Für das Laufbandtraining spricht:
* Sie sind unabhängiger vom Wetter, Eis, Schnee oder auch Gewitter
* Training ist auch abends im Dunklen ohne Stolpern, Taschenlampe usw. möglich
* Die Verletzungsgefahr durch Kälte, Glätte oder Unfälle ist verringert
* Frauen können sicher trainieren
* Eltern haben kein Problem ihre Sprößlinge zu überwachen.
* Sie können auch im Flachland Berg- oder Hügelläufe einplanen, wenn das Band einen veränderbaren Steigungswinkel besitzt.
* Vorteil, Sie müssen nach einem "Berglauf" anschließend nicht bergablaufen. Ein Schritt, und schon sind Sie knochenschonend unten!
* Sie können sehr gut kontrolliert eine konstante Geschwindigkeit oder einen konstanten Puls laufen und das gegebenenfalls mit einem leistungsdiagnostischen Conconi- oder Laktattest kombinieren (näheres hierzu in meinen Laufbüchern).
* Im Fitness Center können zwei unterschiedlich gute Läufer auf zwei Laufbändern bei verschiedener Geschwindigkeit nebeneinander laufen und sich unterhalten.
* Es ist möglich sich in absichtlich warm geheizten Räumen auf Tropenrennen vorzubereiten und sich so an die veränderten Klimabedingungen anzupassen.
Gegen Laufbandtraining spricht:
* Der hohe Anschaffungspreis
* Der Platzbedarf
* Vibrationen sind eine störende Lärmquelle für Nachbarn
* Laufbänder können beim Betrieb durch Abrieb und Erwärmung "muffeln".
* Die Schritte sind gleichförmiger als in unebenen natürlichem Gelände, was die Koordination und Muskulatur nur sehr einseitig trainiert.
* Das Abroll- und Abdruckverhalten ist anders als beim Laufen draussen, wo Sie sich aktiv abdrücken müssen. Beim Laufband bewegt sich der Untergrund.
* Der kühlende "Fahrtwind" fehlt. Sie schwitzen unangenehm und laufen sozusagen "im eigenen Saft".
* Die Monotonie, alleine zuhause zu traben und an die Wand zu starren kann recht langweilig sein.
* Das kurzweilige Naturerlebnis, der abhärtende "Kampf mit den Elementen" fehlt.
* Studio- oder Wohnzimmerlicht kann natürliches Sonnenlicht nicht ersetzen. Draussen in der Sonne produziert Ihre Haut Vitamin D und auch Hormone zum Wohlfühlen.
* Die muffige Studio- oder Wohnungsluft.
Quelle & kompletter Artikel:herbertsteffny.de
